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Fachbegriffe der Schweizer Verkehrssicherheit
128 Einträge
Belag / Griffigkeit
Fussgänger / Velo
Signalisierte Zone mit Fussgänger-Vortritt und Höchstgeschwindigkeit 20 km/h, in der alle Verkehrsarten die gesamte Fläche gemeinsam nutzen.
Strassengestaltung, die durch ihre bauliche Ausführung intuitiv die erwünschte Geschwindigkeit und das richtige Verhalten vermittelt.
Anlage zum geordneten Abstellen von Velos, bestehend aus Parkiersystem, Fahrgasse und ggf. Zusatzeinrichtungen wie Überdachung oder E-Bike-Ladestationen.
Geschwindigkeit
Die höchste konstante Geschwindigkeit, mit welcher ein Strassenabschnitt sicher und komfortabel befahren werden kann, sofern die Strassengeometrie massgebend ist.
Die höchste Geschwindigkeit, mit der eine Stelle der Strasse entsprechend dem Berechnungsmodell mit genügender Sicherheit auf nasser, sauberer Fahrbahn befahren werden kann.
Die Geschwindigkeit, die von 85% der Fahrzeuge an einem Messquerschnitt nicht überschritten wird (85. Perzentil der Geschwindigkeitsverteilung). Angabe in km/h.
Die gesetzlich vorgeschriebene Geschwindigkeit, welche die Fahrzeuge nicht überschreiten dürfen (allgemein oder signalisiert).
Knotenpunkte
Erforderliche Sichtdistanz im Knotenbereich, damit ein wartepflichtiger Fahrzeuglenker vortrittsberechtigte Fahrzeuge rechtzeitig erkennen kann.
Die Geschwindigkeit, die für die Bemessung der Fahrstreifenbreiten und Bewegungsspielräume im Knoten massgebend ist.
Dreieckige Fläche im Knotenbereich, die von Sichthindernissen freigehalten werden muss für die gegenseitige Erkennbarkeit.
Separate Fahrstreifen im Knotenbereich für Links- oder Rechtsabbieger. Bestehen aus drei Zonen: Ausscherbereich, Verzögerungsbereich und Stauraum.
Erhöhte oder markierte Fläche im Knotenbereich, die entgegengesetzte Fahrströme trennt und Fussgängern eine gesicherte Querungshilfe bietet.
Die Strecke, über die sich der Fahrstreifenrand bei einer Aufweitung oder Verengung im Knoten verschiebt.
Abgegrenzte Flächen im Knoten, die nicht befahren werden sollen. Sie kanalisieren Verkehrsströme und bieten teilweise Schutz für Fussgänger.
Abschnitt einer Abbiegespur vor der Haltelinie, in dem wartende Fahrzeuge aufgestaut werden, ohne den Durchgangsverkehr zu behindern.
Die Strassenränder von Knotenästen werden üblicherweise mit drei Kreisbögen verbunden, deren Radien im Verhältnis R₁ : R₂ : R₃ = (2–3) : 1 : (3–5) stehen.
Leiteinrichtungen
Dauerhaft angebrachte Elemente entlang der Strasse, die den Strassenverlauf verdeutlichen und Hindernisse kennzeichnen.
Weiss-schwarze Pfosten am Strassenrand mit Reflektoren, die den Strassenverlauf bei Tag und Nacht markieren. Grundform der Leiteinrichtung.
Schwarz-weisse retroreflektierende Tafeln in Kurven, die den weiteren Strassenverlauf anzeigen. Eingesetzt wenn Leitpfosten allein nicht ausreichen.
Leitpfeile in steigender Grösse – eingesetzt an besonders gefährlichen Stellen wie Unfallschwerpunkten oder bei sehr grossen Geschwindigkeitsdifferenzen.
Schwarz-weisse retroreflektierende Markierungen auf Kunstbauten und seitlichen Einengungen – z.B. auf Brüstungsmauern, Unterführungen oder Tunnelwänden.
Pfosten zur Kennzeichnung von Verkehrsteilern und Fussgängerschutzinseln. Farbe schwarz-weiss oder schwarz-gelb, retroreflektierend.
Grüne retroreflektierende Elemente zur Kennzeichnung von Fahrbahntrennungen auf Autobahnen und Autostrassen.
Linienführung
Geradliniger Strassenabschnitt ohne Richtungsänderung, dessen Länge nach oben begrenzt ist, um Monotonie und Geschwindigkeitsüberschreitungen zu vermeiden.
Verdrehung der Fahrbahnoberfläche beim Übergang des Quergefälles zwischen Gerade und Kurve oder zwischen zwei gegensinnigen Kurven.
Höhenveränderung der Fahrbahnränder bei einer Quergefällesänderung, sichtbar als Anheben oder Absenken des äusseren Randes.
Kurvenabschnitt mit konstantem Radius, der eine gleichmässige Fahrweise ermöglichen und mit der Projektierungsgeschwindigkeit befahrbar sein soll.
Koordination der Trassierungselemente, damit der Strassenverlauf für den Fahrzeuglenker optisch harmonisch und frühzeitig erkennbar ist.
Verbindungselement zwischen Gerade und Kreisbogen, das eine stetige Krümmungsänderung und kontrollierte Querbeschleunigung gewährleistet.
Eigenschaft einer Linienführung, die sich durch einen fliessenden harmonischen Verlauf ohne unerwartete Richtungswechsel oder gefährliche Geschwindigkeitsschwankungen auszeichnet.
Übergangskurve, deren Krümmungsradius R umgekehrt proportional zur Bogenlänge L ist, beschrieben durch den Parameter A.
Das Geschwindigkeitsmodell beschreibt den theoretischen Verlauf der Projektierungsgeschwindigkeit entlang eines Strassenabschnittes. Das Geschwindigkeitsdiagramm ist dessen grafische Darstellung.
Änderung der nicht kompensierten Querbeschleunigung beim Übergang zwischen Geraden und Kurven, massgebend für die Wahl des Klothoidenparameters.
Die Veränderungen der Geschwindigkeit, die sich aus dem Verlauf der Projektierungsgeschwindigkeit infolge Trassierung ergeben. Die Norm legt Höchstwerte (max ΔV) fest.
Projektion der Strassenachse auf eine gestreckte Vertikalebene (Aufriss), bestehend aus Abschnitten konstanter Längsneigung und vertikalen Ausrundungen.
Die Strecke, innerhalb welcher Fahrzeuglenkende aufgrund ihrer menschlichen Fähigkeiten und Grenzen Vorgänge und Hindernisse erfassen können. Geschwindigkeitsabhängig.
Höhenveränderung der Strassenachse auf einer bestimmten Länge in Prozent; positiv = Steigung, negativ = Gefälle.
Konvexe vertikale Ausrundung bei einem Neigungswechsel von Steigung zu Gefälle, die die vorhandene Sichtweite begrenzt.
Eine modellmässige rechnerische Distanz, in der sich die Projektierungsgeschwindigkeit zwischen zwei Kurven oder zwischen Kurven und Geraden modellhaft ändert.
Distanzen, die sich aufgrund der Konstruktion mit den Übergangslängen unter Einfluss der effektiven horizontalen Krümmungsverhältnisse gemäss Modell ergeben.
Konkave vertikale Ausrundung bei einem Wechsel von Gefälle zu Steigung, massgebend für die Sichtweite bei Dunkelheit.
Radius des vertikalen Kreisbogens (R_V) bei Neigungswechseln im Längsprofil, bestimmt die Ausrundungslänge und die verfügbare Sichtweite.
Passive Sicherheit
Aktive Sicherheit verhindert Unfälle. Passive Sicherheit mindert die Folgen, wenn ein Fahrzeug die Fahrbahn verlässt.
Der Teil der Strasse, der dem Fahrverkehr dient.
Die seitliche Begrenzung der Fahrbahn gegenüber dem Seitenraum. Referenzpunkt für die Messung des kritischen Abstands.
Der Bereich der Strasse ausserhalb des Fahrbahnrands – also alles zwischen Fahrbahnrand und den Grenzen des Strassenraums.
Umfasst die Strasse und ihre unmittelbare Umgebung – also Fahrbahn plus Seitenraum zusammen.
Ein Ort oder Bereich im Seitenraum, an dem Dritte oder Verkehrsteilnehmer gefährdet sind, wenn Fahrzeuge von der Fahrbahn abkommen.
Ein Objekt im Seitenraum, das beim Anprall eines Personenwagens Personenschäden verursachen kann.
Der seitliche Abstand vom Fahrbahnrand, innerhalb dessen Massnahmen der passiven Sicherheit zu prüfen sind.
Der Bereich des Seitenraums innerhalb des kritischen Abstands – also die Zone, in der Gefahrenstellen relevant sind.
Ein im Seitenraum angeordnetes System, das ein von der Strasse abkommendes Fahrzeug bis zu einer bestimmten Aufhaltestufe zurückhält.
Ein Fahrzeug-Rückhaltesystem entlang der Fahrbahn, das auf seitlichen Anprall ausgerichtet ist. Typische Vertreter: Leitschranken und Leitmauern.
Ein punktförmiges Fahrzeug-Rückhaltesystem, das in der Regel vor einem Hindernis steht und primär auf frontalen Aufprall ausgelegt ist.
Das Mass für das Aufhaltevermögen einer Schutzeinrichtung – definiert über genormte Anprallprüfungen.
Bewertet die Verletzungsschwere für die Fahrzeuginsassen beim Anprall an ein Rückhaltesystem. Stufe A ist strenger als Stufe B.
Der seitliche Abstand, den eine Schutzeinrichtung beim Anprall maximal benötigt – gemessen zwischen Vorderseite der Einrichtung und der äussersten dynamischen Position.
Der Abstand zwischen Vorderseite der Schutzeinrichtung vor dem Anprall und der äussersten seitlichen Position des Fahrzeugs während des Anpralls.
Klassifikation von Objekten im Seitenraum nach ihrem Verhalten beim Fahrzeuganprall.
Bei Abkommensunfällen gilt eine dreistufige Prioritätsreihenfolge: zuerst aktive Sicherheit verbessern, dann Dritte schützen, dann Fahrzeuginsassen schützen.
Projektierung
Systematischer, iterativer Ablauf der Strassenprojektierung von Pflichtenheft über Vorprojekt und Bauprojekt bis zur Ausführung.
Klassierung einer Strasse nach verkehrsplanerischen Kriterien wie Funktion, Bedeutung im Netz und Ausbaugrad.
Planungsprinzip, bei dem Strassenanlagen so entworfen werden, dass späterer Unterhalt sicher, effizient und mit minimaler Verkehrsbehinderung durchführbar ist.
Hierarchische Grundfunktionen von Strassen im Netz: Erschliessen, Sammeln, Verbinden und Durchleiten.
Strasse, die primär den Motorfahrzeugverkehr bedient und zum übergeordneten, leistungsfähigen Netz gehört (HLS, HVS, VS).
Innerörtliche Strasse mit geringer Verkehrsfunktion, die neben Fahren auch Aufenthalt und Begegnung ermöglicht (SS, ES).
Kreuzungsfreie, richtungsgetrennte Strasse für hohe Geschwindigkeiten und Leistung, mit internationaler bis regionaler Bedeutung.
Strasse mit nationaler bis zwischenörtlicher Bedeutung, die hohe Leistung bei mittleren Geschwindigkeiten mit homogenem Ausbau bietet.
Strasse mit regionaler oder lokaler Bedeutung für untergeordnete Verbindungen bei begrenzter Leistung, Va 50–80 km/h.
Innerörtliche Strasse, die den Erschliessungsverkehr bündelt und zu übergeordneten Strassentypen führt, Va 30–60 km/h.
Siedlungsorientierte Strasse mit quartiersinterner Bedeutung zur Anbindung einzelner Grundstücke und Gebäude, Va 20–50 km/h.
Hierarchischer Aufbau des Strassennetzes, bei dem direkte Verknüpfungen nur zwischen benachbarten Strassentypen vorgesehen sind.
Aufeinander Abstimmung von Lage, Höhe und Querschnitt einer Strasse für Fahrdynamik, Sicherheit und optische Führung.
Besonders gestaltete Verkehrsfläche in Wohngebieten, wo Aufenthalt, Begegnung und Spiel gleichberechtigt neben dem Fahren stehen.
Querschnitt
Die massstabsgetreue Darstellung der Querschnittsabmessungen einer Strasse für einen bestimmten Streckenabschnitt.
Massgebende Fahrzeugkombination für die Querschnittsbemessung einer Strasse, z.B. LW/LW, LW/PW oder PW/Zweirad je nach Strassentyp.
Der Querschnitt einer Strasse, dessen Abmessungen durch das geometrische Normalprofil festgelegt werden.
Lokale Fahrbahnverbreiterung auf einspurigen Strassen, die das Kreuzen von Fahrzeugen ermöglicht.
Flächen für fahrende oder ruhende Fahrzeuge sowie für übrige Verkehrsteilnehmer – der Oberbegriff für alle Streifenarten im Querschnitt.
Teile der Fahrbahn, die für die Fortbewegung von Fahrzeugen Raum bieten. Ihre Breite wird aus der lichten Breite der einzelnen Verkehrsteilnehmer abgeleitet.
Die im Querschnitt benötigte Fläche eines Verkehrsteilnehmers – bestehend aus Grundabmessung, Bewegungsspielraum und Sicherheitszuschlag.
Die physische Breite und Höhe eines Verkehrsteilnehmers oder Fahrzeugs – Ausgangsgrösse für die Berechnung des Lichtraumprofils.
Zuschlag zur Grundabmessung für Fahr- und Lenkbewegungen sowie Fahrzeugschwingungen – geschwindigkeitsabhängig.
Zuschlag zum Bewegungsspielraum, der Massungenauigkeiten und über die Karosserie hinausragende Teile kompensiert.
Zusätzlicher Breitenzuschlag zwischen gegenläufigen Fahrstreifen – geschwindigkeitsabhängig, nur bei Gegenverkehr auf derselben Fahrbahn.
Die minimale nutzbare Strassenbreite – ergibt sich aus den Lichträumen der Verkehrsteilnehmer plus Gegenverkehrszuschlag.
Die Kombination von Verkehrsteilnehmern, die sich auf einer Strasse begegnen oder überholen – massgebend für die Bestimmung der Fahrbahnbreite.
Seitlich der Fahrbahn angeordneter Streifen zum Abstellen von Pannenfahrzeugen und als Zufahrt für Rettungsfahrzeuge.
Seitlich der Fahrstreifen angeordneter Streifen, der das Vorbeifahren an langsamen Fahrzeugen erleichtert und auf untergeordneten Strassen die Begegnung breiter Fahrzeuge ermöglicht.
Für leichte Zweiräder bestimmter Fahrstreifen innerhalb der Fahrbahn, durch Markierung oder besonderen Belag gekennzeichnet.
Für Fussgänger bestimmter Verkehrsstreifen, der durch bauliche Massnahmen von der Fahrbahn getrennt ist.
Bauliche Trennung zwischen Verkehrsstreifen – z.B. zwischen schnellem und langsamem Verkehr oder zwischen verschiedenen Verkehrsarten.
Der Übergang zwischen dem äussersten Verkehrsstreifen und der Umgebung – dient Sicherheits- und Unterhaltsbedürfnissen.
Alle Teile des Querschnitts ausserhalb der äussersten Verkehrsstreifen – z.B. Entwässerungsgräben, Böschungen, Stützmauern oder Lärmschutzwände.
Die seitliche Begrenzung der Verkehrsstreifen – entweder als baulicher Abschluss (Randstein) oder als Markierung.
Die seitliche Neigung der einzelnen Verkehrsstreifen – im geometrischen Normalprofil zu berücksichtigen, beeinflusst das Lichtraumprofil im oberen Bereich.
Sichtweiten
Frei überblickbare Strassenstrecke, die sich aus Linienführung, Querschnitt und Strassenumgebung ergibt (ohne Berücksichtigung von Witterung und Beleuchtung).
Minimale Strecke, die ein Fahrzeuglenker überblicken muss, um vor einem unerwarteten Hindernis sicher anhalten zu können.
Frei einsehbare Strecke, die für einen sicheren Überholvorgang auf Strassen mit Gegenverkehr erforderlich ist.
Seitlich durch Hindernisse (Böschungen, Bewuchs, Gebäude) begrenzte Sichtweite in Kurven, die die Anhaltesichtweite einschränken kann.
Strassenraum
Gestalterische Massnahme am Übergang zwischen zwei Strassenraumabschnitten (z.B. Ortseingänge), die eine erkennbare Zäsur erzeugt.
Gliederung eines Strassenzugs in wahrnehmbare Raumabschnitte durch bauliche oder gestalterische Elemente, die geschwindigkeitsdämpfend wirken.
Seitliche Verschiebung der Fahrbahn durch bauliche Einengungen, die den Fahrenden zu einem Richtungswechsel zwingt und die Geschwindigkeit reduziert.
Punktuelle Verbreiterung des Seitenraums in die Längsparkierung hinein, die Fussgängern Warteflächen schafft und die Querungsdistanz verkürzt.
Verbindung zwischen öffentlicher Strasse und privatem Grundstück, deren Gestaltung sich nach Strassentyp, Verkehrsbelastung und Sichtverhältnissen richtet.
Unfallanalyse
Ereignis auf einer öffentlichen Strasse mit mindestens einem bewegten Fahrzeug, bei dem Personen- oder Sachschaden entsteht.
Klassierung eines Unfalls nach der schwersten Verletzungsfolge: Sachschaden, Leichtverletzte oder Getötete/Schwerverletzte.
Zusammenfassung ähnlicher Unfallabläufe in 11 Hauptgruppen (z.B. Schleuder-/Selbstunfall, Auffahrunfall, Fussgängerunfall).
Der von der Polizei bestimmte massgebende Faktor, der den Unfall ausgelöst hat (z.B. Geschwindigkeit, Alkohol, Unaufmerksamkeit).
Durchschnittliche volkswirtschaftliche Kosten pro Unfall, differenziert nach Schwere und Ortslage. Einheit: CHF pro Unfall.
Systematisches Instrumentarium des ASTRA zur Verbesserung der Strasseninfrastruktur-Sicherheit. Umfasst proaktive und reaktive Methoden.
Proaktives ISSI-Instrument: Systematische Prüfung von Strassenprojekten auf Sicherheitsdefizite in allen Projektphasen.
Proaktives ISSI-Instrument: Systematische Begehung bestehender Strassen zur Erkennung von Sicherheitsdefiziten vor Ort.
Reaktives ISSI-Instrument: Identifikation und Analyse von Unfallschwerpunkten anhand statistischer Häufung von Unfällen.
Proaktives ISSI-Instrument: Quantitativer Vergleich von Projektvarianten anhand der erwarteten Unfallkosten.
Reaktives ISSI-Instrument: Netzweite Bewertung der Strasseninfrastruktur anhand des Infrastrukturpotenzials je Abschnitt.
Ergänzendes ISSI-Verfahren: Analyse einzelner schwerer Unfälle zur Erkennung infrastruktureller Mitursachen.
Stelle im Strassennetz mit statistisch signifikanter Häufung von Unfällen, identifiziert durch den BSM-Algorithmus.
Stelle eines einzelnen schweren Unfalls, die im EUM auf infrastrukturelle Mitursachen untersucht wird.
Bereich im Strassennetz, der aufgrund von Gestaltung, Zustand oder Betrieb ein erhöhtes Unfallrisiko für Verkehrsteilnehmende darstellt.
Mangel in der Strasseninfrastruktur, der das Unfallrisiko oder die Unfallschwere erhöht.
Bestehender Zustand des Strassennetzes mit aktuellem Unfallgeschehen, der als Vergleichsbasis für Projektvarianten dient.
Vermeidbare Unfallkostendichte eines Netzabschnitts: Differenz zwischen effektivem Unfallgeschehen und Grundunfallniveau.
Rechnerisch bestimmtes Sicherheitsniveau eines Netzabschnitts bei optimaler Gestaltung und Betrieb. Untere Grenze der Unfallkosten.
Systematische, periodische Beobachtung der Verkehrssicherheitslage zur Erfolgskontrolle und Erkennung neuer Handlungsbedarfe.
Durchschnittlicher täglicher Verkehr: Mittlere Anzahl Fahrzeuge pro Tag an einem Strassenquerschnitt.
Zusammenhängendes Strassennetz, das im NSM oder RIA auf Sicherheitsaspekte untersucht wird.