WikiLinienführung
Optische Linienführung
Definition
Koordination der Trassierungselemente, damit der Strassenverlauf für den Fahrzeuglenker optisch harmonisch und frühzeitig erkennbar ist.
Definition
Die optische Linienführung beschreibt, wie der Fahrzeuglenker den Strassenverlauf aus seiner Perspektive wahrnimmt. Ziel ist eine harmonische, intuitiv lesbare Trassenführung ohne überraschende Richtungsänderungen.
Grundsätze
- Horizontale und vertikale Kurven sollen überlagert werden (Kurve beginnt vor der Kuppe)
- Kuppen und Kurven dürfen sich nicht versetzt überlagern
- Auf langen Geraden sollen keine kurzen Kuppen liegen (Sprungschanze-Effekt)
- In Kurven sollen keine Wannen liegen (optische Verzerrung)
Sichtlücken
Eine Sichtlücke entsteht, wenn die Fahrbahn hinter einer Kuppe verschwindet und weiter entfernt wieder auftaucht. Sichtlücken sind kritisch, wenn Gefahrenstellen oder Knotenpunkte im nicht einsehbaren Bereich liegen.
Bedeutung für RSI
Mangelnde optische Linienführung ist ein Sicherheitsdefizit der Kategorie Linienführung.
Normreferenzen
VSS 40 140