Road Safety Impact Assessment (RIA)
RIADefinition
Proaktives ISSI-Instrument: Quantitativer Vergleich von Projektvarianten anhand der erwarteten Unfallkosten.
Definition
Das Road Safety Impact Assessment (RIA) – Folgeabschätzung – ist ein proaktives ISSI-Instrument für die Planungs- und Projektierungsphase. Es quantifiziert den Nutzen verschiedener Strassenprojektvarianten bezüglich der Verkehrssicherheit.
Methode
Das RIA vergleicht die erwarteten jährlichen Unfallkosten verschiedener Projektvarianten mit einem Referenzzustand (bestehende Situation). Die Variante mit der grössten Reduktion der erwarteten Unfallkosten ist die sicherste.
Verfahrensablauf
- Datenaufbereitung: Projektdaten und Verkehrsdaten zusammenstellen
- Netzgliederung: Untersuchungsraum bestimmen, Netz in Abschnitte (Strecken und Knoten) einteilen
- Analyse: Kennzahlen pro Netzteil zuweisen, jährlich erwartete Unfallkosten ermitteln
- Ergebnis: Unfallkosten der Varianten mit Referenzzustand vergleichen, Rangfolge erstellen
Formel Unfallkosten
UK = U(G+SV) · UKS(G+SV) + U(LV) · UKS(LV) + U(SS) · UKS(SS)
Mit: UK = jährliche Unfallkosten [CHF/a], U = erwartete Anzahl Unfälle pro Schwerekategorie, UKS = Unfallkostensatz [CHF/Unfall]
Abgrenzung
Das RIA bewertet nur die Infrastruktur-Sicherheit. Verhaltensänderungen der Verkehrsteilnehmenden werden nicht modelliert. Die Kennzahlen stammen aus der VSS 41 713.