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Network Safety Management (NSM)

NSM
Unfallanalyse

Definition

Reaktives ISSI-Instrument: Netzweite Bewertung der Strasseninfrastruktur anhand des Infrastrukturpotenzials je Abschnitt.

Definition

Das Network Safety Management (NSM) – Netzeinstufung – ist ein reaktives ISSI-Instrument. Es bewertet die Strasseninfrastruktur netzweit, indem für jeden Abschnitt das Infrastrukturpotenzial (= vermeidbare Unfallkosten) geschätzt wird.

Kernkonzept: Infrastrukturpotenzial

Das Infrastrukturpotenzial ergibt sich aus der Differenz zwischen dem polizeilich erfassten Unfallgeschehen (monetarisiert) und dem Grundunfallniveau:

Infrastrukturpotenzial = Unfallkosten(ist) − Grundunfallniveau

Das Grundunfallniveau beschreibt den Sicherheitszustand, der bei bestmöglicher Gestaltung und Betrieb eines Netzabschnitts erreichbar wäre. Es wird aus den Basisunfallkosten in Abhängigkeit der Verkehrsstärke berechnet.

Eingangsdaten

Das NSM benötigt:

  • Polizeilich erfasste Unfälle (mind. 5 Jahre, mit Personenschaden)
  • Strassennetz-Geometrie (Achsen)
  • Verkehrsstärke (DTV für Strecken, DTV_K für Knoten)
  • Ortslage (inner-/ausserorts)
  • Knotentyp und Strassenart

Ergebnis

Das NSM liefert eine Priorisierung: Abschnitte mit hohem Infrastrukturpotenzial bieten das grösste Verbesserungspotenzial durch bauliche, verkehrstechnische oder betriebliche Massnahmen. Die Ergebnisse können als Tabelle, Karte oder Lorenzkurve dargestellt werden.

Normreferenzen

VSS 41 725VSS 41 713