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Selbsterklärende Strasse

Fussgänger / Velo

Definition

Strassengestaltung, die durch ihre bauliche Ausführung intuitiv die erwünschte Geschwindigkeit und das richtige Verhalten vermittelt.

Definition

Eine selbsterklärende Strasse ist so gestaltet, dass Fahrzeuglenker, Velofahrer und Fussgänger allein durch die bauliche Ausführung (Breite, Belag, Randgestaltung) das erwünschte Fahrverhalten und die angemessene Geschwindigkeit intuitiv erfassen – ohne auf Signalisation oder Markierung angewiesen zu sein.

Prinzip

Der Strassenraum soll «sprechen»: Eine schmale, baumbestandene Strasse mit Belagswechsel vermittelt «langsam fahren», eine breite, übersichtliche Strasse mit klarer Linienführung vermittelt «zügig fahren».

Gestaltungsmittel

  • Fahrbahnbreite und Querschnitt
  • Belagsmaterial und -farbe
  • Randgestaltung (Bordstein, Rinne, niveaugleich)
  • Vertikale Elemente (Bäume, Laternen, Gebäude)
  • Seitenraumgestaltung

Bedeutung für die Verkehrssicherheit

Wo die gebaute Umgebung im Widerspruch zur signalisierten Geschwindigkeit steht (z.B. breite Strasse in Tempo-30-Zone), wird die Signalisation häufig missachtet.

Normreferenzen

VSS 72 005

Verwandte Begriffe